Markus Brendel

Ich bin 1965 im Westteil Berlins geboren. Schon während der Schulzeit habe ich mich gegen Atomkraft engagiert und ich freue mich über die Fridays for Future Bewegung heute.
Schon damals haben mich die Prognosen des “Club of Rome” erschreckt – und leider sie sind wahr geworden!

Nach langer Selbstständigkeit bin ich 2008 nach Birkholzaue gezogen und habe mein Glück im ruhigeren Leben im Einklang mit der Natur gesucht und gefunden.
Ich bemühe mich erfolgreich darum, mich weitestgehend mit Gemüse aus dem Garten selbst zu versorgen.

Bei ausgedehnten Spaziergängen mit meiner Hündin in der Umgebung werde ich täglich mit den Folgen der industriellen Landwirtschaft konfrontiert. Überall begegnet mir Plastikmüll und der Gebrauch von Verpackungsmaterialien ufert zusehends aus. Dem gegenüber stehen die Freuden und Früchte des eigenen Gemüseanbaus. Da sollte sich viel ändern und dafür möchte ich mich einsetzen.

Hier in Birkholzaue muß ich leider mit ansehen, wie allmählich der gesamte Bestand an alten Bäumen der unreflektierten Rodung beim Neubau zum Opfer fällt.
Die entstehenden Neubauten werden, den baurechtlichen Vorschriften und der Unkenntnis gehorchend, mit ungesunden Materialien und viel zu viel Abfall hergestellt.
Ich würde mich freuen, wenn ich dazu beitragen könnte, den vorhandenen Baumbestand soweit möglich zu erhalten und wenn möglich neue Bäume zu pflanzen.

Es gibt einen “Leitfaden Nachhaltigkeit für Neubau und Bauerneuerung” für den Barnim, der jedoch durch die Verwaltung in Bernau bisher nicht umgesetzt wird.
So wird unser Rathausneubau auch in konventioneller Bauweise erstellt. Dabei gibt es positive Beispiele: Das Eberswalder Verwaltungszentrum, das Paul Wunderlich Haus, wurde 2007 nach nachhaltigen Kriterien mit sehr geringen Baukosten erstellt. Ich möchte aufrütteln, aufklären und die Möglichkeiten aufzeigen, die wir für einen gesünderen Umgang mit mit unserer Umwelt haben.

Der Weg nach Bernau ist mit dem Fahrrad nach wie vor sehr beschwerlich. Ich möchte mich dafür einsetzen, daß die seit Jahren versprochenen Radwege auch gebaut werden.

Seit der letzen Wahl haben wir in Birkholzaue einen Ortsbeirat.
In dieser Zeit ist viel passiert. Leider ist der Umgang und das Zwischenmenschliche in dieser Zeit nicht besser geworden. Jetzt haben wir provisorische Straßen, grelle Straßenbeleuchtung und statt einer sanierten wilden Müllablage nun eine große Mülldeponie im Ort, die unser Grundwasser neben den Nitraten aus der Landwirtschaft zu belasten droht.

Ich wünsche mir eine freundliche und friedliche Atmosphäre sowie respektvollen Umgang auf den Beiratssitzungen, damit die Beteiligung der Birkholzauer am gemeinsamen gesellschaftlichen Leben wieder größer wird.

Gemeinsam für eine gesündere, lebenswerte Zukunft sollten wir uns einsetzen. Respektvoll miteinander umgehen und uns gegenseitig zuhören.