Ihre Brandenburger Landtagswahl 2014 – Meine Motivation: Stefan Stahlbaum, Direktkandidat der Bündnisgrünen für Bernau und Panketal stellt sich vor

plakatstefanv2Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Bernau und Panketal,

die „Mission“ ist klar! Wenn am 14. September 2014 ein neuer Landtag gewählt wird und die Stimmen ausgezählt sind, sollten die Brandenburger Bündnisgrünen nicht nur im Parlament sitzen, sondern deutlich gestärkt aus dem Rennen hervorgegangen sein. Angesichts der Oppositionsarbeit unserer derzeitigen MandatsträgerInnen und den vielen ungelösten Problemen aus 5 Jahren rot-roter Regierung, müsste das eigentlich funktionieren. Dabei ist es mir wichtig ,meine“  Partei und auch mich schlicht als das zu „verkaufen“ was wir sind: Eine ökologische , basisdemokratische Bewegung voll (erneuerbarer) Energie, mit deutlich sozialem Profil und fundierten Angeboten für viele grundsätzliche Herausforderungen.

Ich selbst bin am Wahltag ziemlich genau 10 Jahre Mitglied, übe seit 2005  Sprecherfunktionen aus, und war/bin Gemeindevertreter Panketals. Zu Anfang lagen meine Schwerpunkte  im Baum- bzw. Alleenschutz und dem Einsatz gegen Massentierhaltung und Gentechnik auf unseren Feldern. Als Initiator und Unterstützer verschiedener, erfolgreicher Aktionen habe ich einmal mehr festgestellt, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt und man gut beraten ist in Netzwerken zu arbeiten. Diese Leidenschaft treibt mich noch immer, dass Gesamtspektrum hat sich allerdings deutlich erweitert.

Von Beruf Sozialarbeiter, bin ich vornehmlich für Menschen im Einsatz, deren Lebensweg u.a. von chronischen Erkrankungen, Straffälligkeit, Sucht und Wohnungslosigkeit beschwert ist. Das bedingt nicht nur ein umfangreiches Wissen zum jeweiligen Thema, sondern auch zu den Rahmenbedingungen und entsprechendem Optimierungsbedarf. „Nebenher“ braucht man dazu Optimismus, Nervenstärke, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, sich auch kurzfristig in komplexe Problemlagen und Verwaltungsvorgänge einzuarbeiten. Vieles davon basiert auf ergebnisorientierter Kommunikation. In unserem Bundesland gibt es noch einige weiße Flecken im Hilfesystem, ja zum Teil noch nicht einmal belastbare Zahlen. Dies ist eine von verschiedenen Ebenen auf denen ich mich fachlich einbringen möchte.

Eine nachhaltige Verbesserung der Bildungslandschaft ist nicht umsonst einer unserer Schwerpunkte und auf kommunaler Ebene ein Interventionsfeld, in dem ich mich besonders intensiv bewege. Natürlich geht es um mehr  Lehrkräfte, eine mindestens ausreichende materielle bzw. räumliche Ausstattung auch im ländlichen Raum, Trägervielfalt und die deutliche Erhöhung des Betreuungsschlüssels in Kitas. Schulen sind aber nicht nur Wissensvermittler sondern eine DER „Keimzellen sozialer Kompetenz“. In diesem Zusammenhang muss der Schulsozialarbeit, auch als wichtiges Instrument der Gewalt – und Suchprävention, zukünftig ein deutlich höherer Stellenwert eingeräumt werden.

Brandenburg ist im Guten wie im Schlechten eine Art „Musterland der Energiewende“. Dass das Selbstbewusstsein der Kohlelobbyisten deutlich gesunken ist, im Gegenzug viele Vorzeigeobjekte in Sachen Sonne und Wind entstanden und die Versorgungsstabilität auch ohne „die Fossilen“ und Atomstrom realistisch prognostiziert werden kann, trägt eine deutlich grüne Handschrift. Persönlich habe ich u.a. als „Geburtshelfer“ der 1.Bürgersolaranlage im Niederbarnim fungiert, den Widerstand gegen CCS „mitgepusht“ und gehe weite Wege zum Erhalt der von Abbaggerung bedrohten Lausitzdörfer so lange das nötig ist.
Andererseits zeigen z.B. die teils verblüffenden Wahlerfolge durch Polemisieren gegen WKAs und das durchaus noch zögerliche Verbraucherverhalten recht anschaulich, dass hier unverändert viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist. Bürgerbeteiligung ist dabei enorm wichtig und hierzulande ausbaufähig. Man darf (muss?) „populistischen Unfug“ meines Erachtens allerdings auch deutlich als Solchen benennen wenn er einem begegnet. Selbst wenn er von Bürgerinitiativen kommt.

Nicht erst im Zuge aktuell steigender Zahlen gilt meine Solidarität  auch den Flüchtlingen und AsylbewerberInnen. Ich selbst gehöre in Panketal dem Initiatoren-Team eines überparteilichen Aktionsbündnisses an, das mittels praktischer Hilfen und Begegnungsmöglichkeiten eine Willkommenskultur vor Ort etablieren möchte. Eine Verbesserung der momentanen Situation hängt freilich von diversen, weiteren Faktoren ab. Das fängt bereits damit an, dass die unbedingt unterstützenswerte Forderung nach dezentraler Unterbringung zum Teil so gar nicht mit der Realität auf dem Wohnungsmarkt korrespondiert. Hier greifen die Maßnahmen der Landesregierung bisher deutlich zu kurz.
Wenn man dann auch noch beobachtet, wie vehement rechtsextremistische Parteien und Organisationen die Situation in fremdenfeindlichen Sozialneid umzumünzen versuchen, fragt man sich zusätzlich, warum viele Projekte gegen den “braunen Mob“ sich finanziell von Jahr zu Jahr hangeln müssen.

Für mich kommen die wesentlichen politischen Themen noch immer „direkt von der Straße“. Als überzeugter Verfechter bürgerschaftlicher Mitbestimmung habe ich genau dort unzählige Stunden verbracht um für regionale oder landesweite Ziele ( sei es eine 3. Grundschule für meine Heimatgemeinde, der schnellstmögliche Braunkohleausstieg. oder die Lösung der sogenannten „Altanschließerproblematik“ durch die Einführung des Gebühremodells“)  zu kämpfen. Die gesetzlichen Grundlagen sind, trotz einiger Erleichterungen, allerdings eher „suboptimal“. Ob Quoren, umständliche Rahmenbedingungen oder umfangreiche „Ausschlusskataloge“ – Das will ich ändern helfen!

Im Zuge meines langjährigen Engagements als Lokal- und Umweltblogger unterstütze ich natürlich die Ziele bündnisgrüner Netzpolitik. In einem Bundesland, das nicht nur „in puncto schnelles Internet“ zu viele weiße Flecken offenbart geht es leider häufig noch immer um Fragen der Grundversorgung. Auch hier sind wir weiter gefordert!

Was es sonst noch zu sagen gibt?:
Nun, ich bin inzwischen 44 Jahre alt, mit der wunderbarsten Frau der Welt verheiratet, 2-facher Vater (unsere Mädels sind 9 bzw. 11 Jahre alt), Sänger, Autor, Bio-Gärtner, Hobbykoch, evangelischer Christ, Wahlkämpfer, Kampagnenentwerfer, im Herzen Punk und konsequenter Radfahrer. Bei der Verfolgung von Zielen überschreite ich oft und gern Parteigrenzen.

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

Demokratie führt eher selten zu völliger Einigkeit in Streitfragen, kann nerven, frustrieren und wütend machen. Auf der anderen Seite habe ich persönlich noch kein „menschlicheres System“  der Auseinandersetzung gefunden. Daher:, in welche Richtung“ Sie auch immer tendieren: Bitte nutzen  Sie am 14.09.2014  Ihr Wahlrecht!

Mit den besten Grüßen

Stefan Stahlbaum

PS: Hier findern Sie übrigens unser komplettes Wahlprogramm!

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