Bernau: Grüne bleiben dran am Thema Grünflächenpflege und Insektenschutz

Die Bernauer Grünen werden das Thema extensive Grünflächenpflege im Stadtgebiet zielgerichtet weiterverfolgen. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Thomas Dyhr: „Das Thema ist zu wichtig, um gleich aufzugeben. Wir werden gemeinsam mit den anderen Stadtverordneten nach einem tragfähigen Kompromiss suchen.“

Blühende Grünflächen machen eine Stadt bunter, lebendiger und attraktiver. Werden Rasenflächen erst relativ spät im Jahr das erste Mal gemäht, siedeln sich schnell Wildkräuter und Wildblumen an und entwickeln sich bis zum Blühen und zur Samenreife. Um diesen Prozeß zu beschleunigen, können zusätzlich ein paar Wildblumensamen ausgestreut werden.

Blühende Gräser und Wildblumen wirken keineswegs ungepflegt, im Gegenteil. Sie bieten einen schönen Anblick und verbreiten Sommerdüfte. Auf solchen Wiesenflächen tummeln sich Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer, Bienen und Hummeln. Die Flächen haben einen sehr hohen ökologischen Wert und bieten gleichzeitg Nahrung für unsere Singvögel. Mit solcherart Straßenbegleitgrün lassen sich auch ökologische Inseln gut vernetzen.

Natürlich ist eine Mahd erst nach dem 30. Juni nicht für jede Fläche möglich und sinnvoll. In Parks z.B. sind aus gestalterischen Gründen sowie als Spiel- und Liegeflächen auch kurzrasige Bereiche gefragt. Und auch nicht jeder Straßenrandstreifen kann und muss erst nach dem 30. Juni gemäht werden. Es geht nicht um ein „Mahdverbot“. Es geht um ein Konzept, dass für verschiedene Bereiche ein passendes Pflegeregime vorsieht. Denkbar sind z.B. eine 4-malige, 3-malige oder eben nur 2-malige Mahd pro Jahr. Auch mit den genauen Mahdterminen könnte in Abhängigkeit von den Witterungs- und Wuchsverhältnissen flexibel umgegangen werden.

Ein extensive Grünflächenpflege wird inzwischen in vielen Orten und Städten praktiziert. Sie hilft unserer bedrohten Insektenwelt und spart zudem eine Menge Geld für den Stadthaushalt. Bündnis 90/Die Grünen in Bernau möchten erreichen, dass neben den öffentlichen auch viele private Grünflächen insektenfreundlich bewirtschaftet werden. Daher stellen sie das von ihnen entworfene Hinweisschild auf extensive Pflege als Download auf ihrer Homepage www.gruene-barnim.de zur Verfügung.

Thomas Dyhr
Fraktionsvorsitzender in Bernau und Direktkandidat im WK Uckermark/Barnim I

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