Analysieren und Justieren: Die Grünen im Barnim nach der Kommunalwahl

Die Kommunalwahlen 2024 im Landkreis Barnim haben uns vor große Herausforderungen gestellt. Die AfD hat in vielen Gemeinden deutlich zugelegt, was eine Verschiebung der politischen Landschaft im Landkreis widerspiegelt.

Diese Wahlen unterstreichen die Notwendigkeit für uns Grüne, unsere Botschaften und Kampagnen weiter zu schärfen und besser zu vermitteln, insbesondere in dem Bereich soziale Gerechtigkeit und wie auch Klimaschutz damit zusammenhängt.

Ein schwieriger Wahltag

Für uns Grüne war diese Wahl besonders hart, da wir in vielen Regionen Verluste hinnehmen mussten. Die Enttäuschung ist groß und spiegelt sich in den Worten unseres Sprechers Sebastian Gellert wider: “Es gibt im Moment nichts Aufmunterndes, kein … aber immerhin haben wir …’. Das Ergebnis ist eine Katastrophe. Diese Wahlen zeigen, dass wir unsere Botschaften und politischen Konzepte besser vermitteln müssen.”

Sebastian Gellert weiter. “Die Menschen haben sich bewusst für fehlende Konzepte und Orangen entschieden. Was will man da entgegenhalten – Gurken? Wir werden das tun, was in dieser Zeit das einzig Richtige ist. Wir werden den Kopf hochhalten, pragmatisch die Aufgaben angehen, die vor uns liegen und demütig lernen, dass man auch Häme ertragen kann, wenn man weiß, dass man das Richtige tut. “

Weibliche Führung im Kreistag

Trotz der allgemeinen Niederlage gibt es auch Grund zur Hoffnung. Wahlkampfleiterin Sarah Polzer-Storek freut sich über den Erfolg der grünen Frauen bei den Kreistagswahlen. „Herzlichen Glückwunsch an Karen Oehler, Birgit Ziemke, Katja Hoyer und Katharina Schreyer zur Wahl in den Kreistag! Eine so nun mögliche grüne Fraktion aus Frauen, das ist ein starkes Signal und zeigt wofür wir Grünen stehen in einer Zeit, in der die politische Teilhabe von Frauen immer mehr bedroht wird durch das Erstarken der Rechtsradikalen.“

Ergebnisse in den Gemeinden

In mehreren Städten und Gemeinden konnten wir uns durchsetzen, was kleine Lichtblicke in einem ansonsten düsteren Wahlumfeld darstellt. Gewählt wurden in Ahrensfelde Jana Schenderlein, in Bernau Steffi Bernsee und Marie Liebig, in Eberswalde Karen Oehler, Torsten Wiebke und Lydia Vogler, in Panketal Doris Stahlbaum, Stefan Stahlbaum und Rebecca Rabe, in Wandlitz Katja Hoyer, in Werneuchen Sebastian Gellert, in Biesenthal Elke Eckert, in Melchow Thorsten Kleinteich und in Chorin Maria Kleimann.

Wir sehen die Ergebnisse als Chance zur Selbstreflexion und zur Intensivierung unserer Bemühungen. Es geht darum, sichtbarer zu werden, weiterhin Aufklärungsarbeit zu leisten und vor allem die Bürgerinnen und Bürger aktiv in politische Prozesse einzubinden. Wir sind entschlossen, eine authentische und pragmatische Politik zu machen, die direkt auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht.

Zusammenhalt und Unterstützung

Innerparteilicher Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sind wichtiger denn je. Die kommenden Jahre werden als Chance begriffen, die neuen Aufgaben mit vereinten Kräften zu meistern. Wir sind entschlossen, aus dieser Erfahrung zu lernen.

“Der deutliche Rechtsruck in Brandenburg sollte uns alle wachrütteln. Wir werden uns weiterhin für Demokratie und ein solidarisches Miteinander einsetzen. Wir haben im ganzen Barnim einen engagierten Wahlkampf hingelegt mit so vielen Helfenden wie noch nie. Daraus werden wir jetzt unsere Kraft ziehen und als starkes Team in den Landtagswahlkampf gehen“, so Steffi Bernsee, Sprecherin unseres Kreisverbandes.

“Worte des Tages”

Die Worte des Tages kommen von Olga Hildebrandt, unserer Kandidatin für Wandlitz:

Ich möchte etwas Positives sagen. Nicht über das Wahlergebnis, da gibt es nichts schön zu reden. Aber über Euch.

Noch nie im Leben so viele so engagierte Menschen an einem Fleck gesehen. Und erst recht nicht so viele Männer, die sich für Feminismus einsetzen.

Die Offenheit im Miteinander finde ich hier in Barnim wirklich beeindruckend. Es wird ja manchmal sehr hitzig und direkt miteinander diskutiert, aber wie schnell sich alle wieder vertragen und gern haben.

Am Anfang des Jahres hätte ich niemals gedacht, dass ich mich so für die Grünen engagieren würde. Aber in einer so aktiven und überzeugten Gemeinschaft ging das einfach nicht anders. Also danke für eure Willkommenskultur und für die mitreißende und solidarische Stimmung hier.

#Shortcuts

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