Bündnis 90/Die Grünen verleihen den 24. Barnimer Umweltpreis

Am Freitag (8.11.) verliehen Bündnis 90/Die Grünen im Barnim den 24. Barnimer Umweltpreis. Erneut standen 750 Euro zur Verfügung, um verdienstvolle Projekte und Initiativen im Natur- und Umweltschutz im Landkreis Barnim zu ehren und mit einer Anerkennung zu bedenken. Die Preise und Urkunden überreichten Andreas Fennert, für die Grünen Mitglied im Aufsichtsrat der Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft Eberswalde und Hauptstifter des Preises sowie Karen Oehler, bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende im Eberswalder Stadtparlament.

Die Jury entschied sich für die folgenden Preisträger:

Der 1. Preis, verbunden mit einer Prämie i.H.v. 350 Euro, geht an die Ortsgruppe Barnim der Bewegung „Fridays for Future“.

Die Schülerinnen und Schüler des Organisationsteams von Fridays for Future im Barnim haben Beachtliches geleistet und erreicht. Mit sehr viel Engagement und Zeiteinsatz haben sie die weltweite Protestbewegung auch in den Barnim geholt. Bereits viermal wurden Kundgebungen und Demonstrationen in Bernau und Eberswalde organisiert. Was zunächst mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl begann, entwickelte sich zuletzt mit über 600 Teilnehmer*innen zu einer der größten Demonstrationen in Eberswalde seit der Wendezeit. An diesem Freitag solidarisierten sich auch viele Erwachsene mit den Jugendlichen.

Die jungen Leute kämpfen für eine lebenswerte Zukunft. Sie stellten konkrete, ambitionierte Forderungen für den Klimaschutz in der Region auf, z.B. für ein kostenloses Schülerticket. Sie nahmen an Diskussionsrunden zur Landtagswahl teil und bereicherten mit ihrem Fachwissen und ihrem Engagement das Klimaschutzforum in Eberswalde. Dem Organisationsteam von Fridays for Future ist es zu verdanken, dass sich inzwischen viele Barnimer Jugendliche für den Klimaschutz interessieren und engagieren. Nicht zuletzt aufgrund der Fridays for Future Bewegung beschäftigen sich gegenwärtig die Stadtparlamente in Eberswalde und Bernau und die Kreistagsabgeordenten mit Initiativen zum Klimaschutz.

Zwei zweite Preise, jeweils verbunden mit einer Prämie i.H.v. 200 Euro, gehen an die Jägerschaft Joachimsthal und die Waldkitagruppe „Waldkaninchen“ aus Biesenthal.

Die Jägerschaft Joachimsthal, ein freiwilliger Zusammenschluss ortsansässiger Weidleute unter Führung von Klaus Maihorn, setzte sich mit einem Schulprojekt in herausragender Weise für die Umweltbildung unseres Nachwuchses ein. In zeitaufwändig vorbereiteten Themenveranstaltungen begeisterten die Jäger*innen die Schülerinnen und Schüler der Georg- Büchner-Grundschule für die Natur und führten sie an Themen wie Umweltschutz und Jagd heran. In den Praxistagen und Unterrichtseinheiten ging es z.B. um den Schutz von Rehkitzen vor dem Mähbalken, um Spurensuche, Hüttenbau, den Umgang mit Jagdhunden, und Wildschadensbegrenzung. Auch eine Menge Müll wurde während der ingesamt 17 Aktionen mit den Grundschülern aus dem Wald geholt. Neben den Schülern waren auch Lehrerschaft und Schulleitung von dem ehrenamtlichen Einsatz der 20 Jägerinnen und Jäger begeistert.

Das Team der Waldkitagruppe „Waldkaninchen“ aus Biesenthal verbindet frühkindliche Bildung mit nachhaltiger Lebensweise. Im Juni diesen Jahres wurde die Waldkitagruppe des Naturkindergartens von Wukaninchen e.V. eröffnet. Nach fast zwei Jahren mühevoller Aufbauarbeit konnte die Kita-Gruppe endlich mit dem naturverbundenen Leben und Lernen starten. Dafür stehen auf dem Kita-Gelände ein kindgerecht gestalteter Wohnwagen als Schutzunterkunft und eine Trockentoilette zur Verfügung. Von diesem Basislager aus startet die Gruppe jeden Morgen zu den täglichen Erkundungstouren in Wald und Wiese. Der Naturraum wird als Bildungsort gesehen. Die Kinder erleben den Rhythmus der Natur und gehen in Achtsamkeit mit ihr und untereinander um. Der Aufbau der Waldkitagruppe erfolgte rein ehrenamtlich und ohne staatliche Förderung.

Thorsten Kleinteich
Geschäftsführer KV Barnim

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