Der auch als Vorstandssprecher des Regionalverbandes Niederbarnim tätige Bernauer Stadtverordnete Klaus Labod formulierte einen Leserbrief an die MÄRKISCHE ODERZEITUNG zum Jahreswechsel, der auch den Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten werden sollte:
Bürgermeister Handke kann auf ein Jahr mit Pleiten, Pech und Pannen zur
ückblicken.
Die Probleme sind auf ihn selbst zurück zu führen.
Es war nicht die Verwaltung, die schwerwiegende Fehler begangen hat, sondern die Verwaltungsleitung in der Person des Bürgermeisters.
- Nachhaltige und auf Inkompetenz beruhende Fehlentscheidungen in der Beschaffung von Grundstücken zum Nachteil unseres Stadtsäckels,
- Durchwinken bzw. sogar aktive Unterstützung umweltschädlicher Projektierungen landesherrlicher Umgehungsstraßenideen durch die Pankeniederung und durch die Breitscheidstraße und Eberswalder Straße,
- öffentlichkeitsscheue Entscheidungen und Erörterungen brisanter städtischer Probleme hinter verschlossenen Türen,
- eine chaotische, unstimmige und intransparente Haushaltsplanung für das kommende Jahr,
- Taschenspielertricks beim Umgang mit dem Mehrheitswillen der Stadtverordneten im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung des Ortsteils Börnicke und arrogante Ignorierung der durch den Ortsbeirat einstimmig formulierten Interessen des ganzen Ortsteils,
- Zulassung einer Klientelpolitik in der SVV durch ungerechte Förderung einzelner Sportvereine zu Lasten des Breitensports,
- Einbringung immer wieder rechtswidriger Vorlagen in die Stadtverordnetenversammlung usw.
Die Krönung des ganzen verunglückten „Regierungs“jahres war dann die Nichtwahrnehmung der Verwaltungsaufgaben zum Jahresende.
So geht es nicht weiter! Es reicht für die Wahrnehmung des Bürgermeisteramtes einfach nicht aus, den Senioren öffentlichkeitswirksam und fehlerfrei zum Geburtstag zu gratulieren.
Der offenbar fachlich und persönlich überforderte Hubert Handke verfügt nach meiner Beobachtung zum Glück der Bürgerschaft über eine fachlich gute, fleißige und motivierte Mitarbeiterschaft, die aber ihr Potential nur voll ausschöpfen kann, wenn sie auch fachlich und persönlich gut geführt wird.
Hoffentlich schafft es dieser Bürgermeister noch, die Weichen im neuen Jahr neu zu stellen.
Mein Wunsch für das neue Jahr wäre das Aufgehen eines Lichtes im Bewusstsein des Bürgermeisters und des einen oder anderen Stadtverordneten, dass sie als Dienstleister für den Bürger da sind und die Stadtverordnetenversammlung eine andere Aufgabe hat, als unkritisch jegliches schadens- und fehlerbehaftete Amtshandeln des Bürgermeisters zu lobhudeln und durchzuwinken.
Dann würde es vielleicht auch möglich werden, den unappetitlichen Geruch von Vetternwirtschaft und Klientelbegünstigung aus der Bernauer Stadtpolitik zu verbannen.
Stadtverordnete sind eben gerade nicht Lobbyisten, sondern sollen ehrenamtlich im Sinne des Gemeinwohls als Kontrolleure der Verwaltung tätig werden.
ückblicken.





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