In freier Wildbahn : Gesprächsangebot bei Lunow gesichtet

Inmitten der aufgeheizten Stimmung vor den Wahlen und der zunehmenden Verrohung im Wahlkampf gab es ein besonderes Ereignis, das einen Hoffnungsschimmer darstellte und die Bedeutung des Dialogs und der zwischenmenschlichen Beziehungen hervorhob. Die jüngste Eskalation bei einer Veranstaltung mit Almut Berg und Katrin Göring-Eckardt machte deutlich, wie wichtig es ist, Brücken zu bauen und den Dialog zu fördern. Dieses Ereignis inspirierte Sarah Polzer-Storek und Sebastian Gellert, einen Gegenpol zur zunehmenden Polarisierung zu setzen und sich auf den Weg nach Lunow zu machen.

Reisebericht: Sarah Polzer-Storek und Sebastian Gellert unterwegs als Gesprächsangebot

Im Bundestagswahlkampf 2021 haben Sebastian Gellert und ich die ersten Erfahrungen gesammelt mit einem damals noch improvisierten Schild „Ich bin ein Gesprächsangebot“.

Es war nach dem Vorfall mit Katrin Göring-Eckardt schnell klar, das machen wir wieder. Und so fuhren wir nach Lunow, gerüstet mit dem Gesprächsangebot, Äpfeln, was zum Sitzen, Louisa und wirklich guter Laune im Gepäck.

Ich weiß gut, wie verlassen sich Menschen oft auf den Dörfern fühlen, in welche Schubladen sie gepackt werden und wie wichtig es ist ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Lunow ist übrigens ein Dorf, das man eigentlich beneiden könnte, es gibt eine Ärztin, einen Edeka, einen Kindergarten, ein Kaffee, eine Kneipe und vieles mehr, das es auf anderen Dörfern schon lange nicht mehr gibt. Eigentlich alles, was man so braucht für ein gutes Leben. Vor allem eine wunderschöne Landschaft.

Wir setzten uns direkt neben ein abgerissenes Plakat von uns, das Basti wieder aufhängte. Viele Menschen fuhren vorbei und schauten. Sehr viele grüßten einfach nett. Einige hielten an und kamen mit uns ins Gespräch. Von nett bis abweisend. Und ja, wir wurden auch beobachtet. Ein Auto, das immer wieder an uns vorbei gefahren war, stellte sich schlussendlich in unsere Nähe. Die Insassen kamen aber nicht rüber, um mit uns zu reden. Eine schräge Situation.

Unabhängig von unserem kleinen Besuch von Außerhalb tut sich aber einiges in Lunow selbst und das eben auch mit unserer Präsenz zu stärken, war uns wichtig. Unsere Kandidatin für den Kreistag dort, Almut Berg, ist wild entschlossen mit vielen tollen Bürger*innen den so unschön abgebrochenen Dialog weiterzuführen. Wir werden auch wiederkommen. Und was soll ich sagen, ja, alles mühselig, aber Demokratieerhalten ist nun mal Handarbeit.

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