
Mit großem Erstaunen hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die frisch aufgestellte Liste der SPD für die Kommunalwahl am 26.05.2019 zur Kenntnis genommen.
„Nachdem ausgerechnet der amtierende Bürgermeister von Panketal, Maximilian Wonke, zum Spitzenkandidaten bestimmt wurde, stellt sich mir die Frage, ob Herr Wonke seines Amtes bereits wieder überdrüssig ist“, kommentiert Doris Stahlbaum. Schließlich kann er ein gewonnenes Gemeindevertretungsmandat nur dann annehmen, wenn er als Bürgermeister zurücktritt.
„Irgendwie wäre es schade, wenn Herr Wonke nach so kurzer Zeit das Rathaus wieder verlassen würde“, so Stahlbaum weiter. „Immerhin hat er einen gewaltigen Vertrauensvorschuss der Wählerinnen und Wähler erhalten. Und dann mitten in der Einarbeitung abbrechen, bevor es wirklich begonnen hat?“
„Für mich“, so Doris Stahlbaum, „ist grade eine Spitzenkandidatur ein klares Signal. Das bedeutet: „Ich will das unbedingt machen, ich will etwas bewegen!“. Letzteres möchte der Rathauschef sicher auch, aber dafür hat er eben bereits durch sein Wahlamt für mindestens weitere sieben Jahre Sitz und Stimme sicher.
Bliebe unter anderem noch die Alternativerklärung, dass hier darauf abgezielt wird mit einer populären Personalie Kreuze einzusammeln, um stimmschwächeren Bewerber_innen über die Ziellinie zu helfen. Geschieht das in dem Wissen, dass der Frontmann seine Aufgabe schon faktisch niemals erfüllen wird, könnte das als kalkuliertes Täuschungsmanöver ausgelegt werden und das dürfte eigentlich nicht Intention der Sozialdemokraten sein.
Ich zitiere an dieser Stelle gern SPD-„Urgestein“ Uwe Voss, der Wahlkämpfe unlängst als „Werbeveranstaltungen für die Demokratie im Land“ bezeichnete. In diesem Sinne bitte ich die Genossinnen und Genossen um „des Rätsels Lösung“.
Doris
Stahlbaum
(Gemeindevertreterin – Bündnis 90/Die Grünen)






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