Die Barnimer Baumschutzverordnung lässt zu viele Spielräume für die Fällung von Bäumen und wird ihrem Namen damit nicht gerecht. Sie eröffnet aber durch eine Öffnungsklausel Spielräume für strengere kommunale Baumschutzsatzungen.
Um diese Spielräume auszunutzen wurde aus dem Kreis der Stadtverordneten der Fraktionen Bündnis90-Grüne/ Piraten und BfB ein Textentwurf erarbeitet.
Es ist uns Initiatoren dabei völlig klar, dass die Abwägung des Gemeinwohls und des Naturschutzes gegen den Eigennutz von Grundeigentümern naturgemäß nicht konfliktfrei erfolgen kann.
Andererseits werden hier gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels Entscheidungen für die nächsten Jahrzehnte getroffen, vor denen man sich als politisch Verantwortlicher nicht wegducken kann und sollte. Jeder Ersatz für einen alten und leistungsfähigen Baum, der heute abgesägt wird, braucht Jahrzehnte, bis er die verloren gegangene Leistungsfähigkeit gewonnen hat.
Wegen dieser wichtigen Diskussion wurde der Entwurf einer Baumschutzsatzung nach einer bereits erfolgten Überprüfung und Bereinigung von Rechtsmängeln durch das Rathaus auf der Webseite www.baumschutzsatzung-fuer-bernau.de öffentlich zugänglich gemacht und kann damit öffentlich diskutiert werden.
Jedem ist hierdurch die Möglichkeit gegeben, Änderungs-/ Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, welche im Rahmen einer Schlussredaktion gegen Ende dieses Jahres ausgewertet werden und in einen finalen Entwurf einmünden, welcher mit einem fraktionsübergreifenden Antrag der SVV Bernau zur Entscheidung vorgelegt werden wird.
Um den Textentwurf der Öffentlichkeit vorzustellen und den Diskussionsprozess in Ganz zu setzen, findet am
Freitag, 04.09.2015 um 18:30 Uhr
im „Treff23“, Breitscheidstr. 43c, 16321 Bernau
eine Einführungsveranstaltung der Initiatoren aus den Fraktionen Bündnis90-Grüne/ Piraten und BfB statt. Hierzu möchte ich Sie/ Euch herzlich einladen. Es wurden für wissenschaftliche Hintergrundinformationen qualifizierte Referenten geworben/ angefragt.






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