Auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschloß der Kreistag Barnim, die Einführung verbrauchsabhängiger Abfallgebühren zu prüfen, um eine gerechtere Kostenverteilung und stärkere Anreize zur Abfallvermeidung zu schaffen. Wie aus dem gemeinsam mit den Fraktionen von CDU, Die Linke/Bauernverband und Die Partei der Fraktionen eingebrachten Antrag hervorgeht, soll die Verwaltung bis zum ersten Quartal 2026 ein Konzept vorlegen, das die Umstellung des aktuellen pauschalen Systems auf ein verbrauchs- und verursacherorientiertes Modell untersucht.
Hintergrund der Initiative ist die seit 2024 geltende CO₂-Steuer auf die Abfallentsorgung, deren Kosten bisher undifferenziert auf die Bürger:innen umgelegt werden. „Ein verbrauchsabhängiges Abrechnungssystem stellt sicher, dass die Gebühren proportional zum tatsächlichen Abfallaufkommen berechnet werden – wer weniger Müll produziert, zahlt auch weniger. Das schafft nicht nur Gerechtigkeit, sondern motiviert gleichzeitig zu mehr Abfallvermeidung und besserer Trennung“, betont Katharina Schreyer, Mitglied des Kreistags Barnim für Bündnis 90/Die Grünen. Ohne eine Reform drohten langfristig steigende Entsorgungskosten, da die pauschale Umlage keine Anreize zur Reduktion biete.
Der Antrag sieht vor, Erfahrungen anderer Landkreise, in denen ein ähnliches Modell bereits erfolgreich umgesetzt wird, in die Prüfung einzubeziehen. Zudem wird ein Pilotprojekt mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit vorgeschlagen, um Bürger*innen über die Vorteile des Systems zu informieren und die Akzeptanz zu erhöhen. „Die Zusammenarbeit mit den anderen einreichenden Fraktionen zeigt, dass dieses Thema über Parteigrenzen hinweg Konsens findet. Es zeigt, dass durch vorausschauendes Handeln Maßnahmen zum Klimaschutz eine breite Akzeptanz finden“, so Schreyer weiter.






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