Greenwashing ist keine grüne Politik

Pressemeldung vom 04.06.2017

„Der aktuelle Vorstoß des Berliner Kreises der CDU gegen den Klimaschutz weist darauf hin, dass Lippenbekenntnisse der Kanzlerin zur Klima- und Umwelt­schutz nur rein taktischer Natur sein könnten und einzig dem Ziel dienen, mit einem dünnen Grünanstrich auf den Verlautbarungen Wähler zu täuschen…“ kommentiert Thomas Dyhr, Direktkandidat von Bündnis90/ Die Grünen im Wahl­kreis 57 (Uckermark/ Barnim I) den Vorstoß des Berliner Kreises der CDU, die Klimapolitik in Deutsch­land zurückzudrängen.

„Wir leben aber auf unserem Planeten in einem geschlossenen System. Wir sind hier nicht auf einer Insel der Seligen, die sich von den Entwicklungen in der Welt abkoppeln und ungestraft nach Belieben sämtliche Ressourcen ausbeuten kann“, führt Thomas Dyhr weiter aus. „Klimawandel schafft Fluchtgründe. Wenn die Alternative zu „sicher tot“ „vielleicht tot“ heißt, machen sich Menschen auf den Weg, wo sie eine Überlebenschance für sich sehen. Und diese Menschen werden an unsere Tür klopfen.“ (mehr …)

Antrag zum Straßenbegleitgrün in der SVV Bernau

In den letzten Jahren ist die Zahl der Fluginsekten in Teilen Deutsch­lands dramatisch zurückgegangen. In einigen Teilen Deutschlands sol­len bereits bis zu 80% der Biomasse von Fluginsekten verloren gegangen sein.

Das führt zu dramatisch nachteiligen Auswirkungen auf ganze Nah­rungsketten und infolge ausbleibender Bestäubung ist perspektivisch auch von empfindlichen Ernteeinbußen in der Landwirtschaft auszu­gehen.

Vor diesem Hintergrund besteht ein existenzielles öffentliches Inter­esse daran, dieser unguten Entwicklung entgegenzuwirken und Maß­nahmen gegen das Insektensterben einzuleiten.

Unter den vermuteten vielfältigen Ursachen wird neben der Vergif­tung der Tiere infolge vielfachem Einsatz von Pestiziden in Landwirt­schaft und Gärten auch Nahrungsmangel be­nannt, weil Insekten in den gängigen Monokulturen der Land­wirtschaft und „klinisch sau­beren“ Gärten zu wenig blühende Wildkräuter finden, von denen sie sich ernähren können. (mehr …)

Müssen die Wildblumen weg?

Der Regionalverband Niederbarnim von Bündnis 90/Die Grünen lädt ein zum Donnerstag, dem 01.06.2017, von 17-19 Uhr auf den Bahnhofsvorplatz Bernau. In einem neuen Format „Grünes am Donnerstag“ sollen im 14-tägigen Rhythmus Themen der Lokal-, Regional-, Landes- oder Bundespolitik aufgegriffen werden.

Für den Termin am 01.06.17 soll es heißen: „Müssen die Wildblumen weg?- Mehr Toleranz für einen tollen Rand“.

Sinn oder Unsinn des gepflegten oder ungepflegten „Straßenbegleitgrün“ werden diskutiert. Die Grünen wollen zum Thema mit Bernauerinnen und Bernauern dazu ins Gespräch kommen. Ein Vertreter vom Nabu / ein Imker / ein Grünpfleger / VertreterIn vom Naturschutzamt sind dazu angefragt. Wird es mehr Fragen als Antworten geben?

Grüne Präsenz auf dem Eberswalder Familienfest

Auf dem Eberswalder Familienfest stand ein grüner Infostand auf dem Programm.

Da uns im Vorfeld gesagt wurde, dass politische Werbung unerwünscht sei, stand unser Stand unter dem Zeichen von verfühererisch duftendem  Popcorn und Giveaways, mit denen wir leuchtende Kinderaugen erzeugten. Ansonsten blieben wir dezent mit der Ausstellung des Kandidatenflyers von Thomas Dyhr – unserem Direktkandidaten im Wahlkreis 57 -, einem Aufsteller mit seinem Kandidatenposter und Infomaterial zur Familienpolitik. Weiteres Material war selbstverständlich vorhanden, wurde aber nur auf Nachfrage herausgegeben. (mehr …)

Trotz Regens unermüdlich für das Verbot von Glyphosat

Am 13.05.2017 fand ein EU-weiter Aktionstag der ‚Europäischen Bürgerinitiative‘ EBI statt, bei dem Unterschriften für ein Verbot von Gylphosat gesammelt wurden. Die europäische Bürgerinitiative verfolgt das Ziel, die Europäische Kommission dazu zu bringen, eine Gesetzesinitiative zum Stopp dieses Pflanzengifts zu starten.

Ziel der EBI ist es, Glyphosat aus dem Verkehr zu ziehen und unabhängige Genehmigungsverfahren für Pestizide einzuführen. Innerhalb eines Jahres braucht die EBI mindestens eine Million Unterstützerinnen und Unterstützer aus mindestens sieben verschiedenen EU-Ländern.
Das Pflanzengift Glyphosat tötet alles Grün auf dem Acker, gefährdet Böden und Grundwasser, die menschliche Gesundheit und zerstört die Artenvielfalt. Glyphosat ist für Menschen laut der Weltgesundheitsorganisation ‚wahrscheinlich krebserregend‘. Doch ein Verbot des Pflanzengiftes durch die Bundesregierung wurde von der Agrar- und Chemielobby bisher erfolgreich blockiert. (mehr …)

GEAB-Altlast Bernau: Grüne fordern nachhaltige Sanierung

Pressemitteilung
3/17

12. Mai 2017

Zu den Plänen der Landesregierung für den Umgang mit den illegalen Abfällen auf dem Gelände der insolventen Entsorgungsfirma GEAB in Bernau erklärt der Fraktionsvorsitzende im Bernauer Stadtparlament und Kreissprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Thomas Dyhr:

„Wir begrüßen, dass das Landesamt für Umwelt (LfU) endlich ein Gutachten zur Sanierung dieser Altlast vorgelegt hat. Damit kommt endlich weiter Bewegung in die festgefahrene und aus Bernauer Sicht höchst unbefriedigende Angelegenheit. Die vom LfU bevorzugte Sanierungsvariante – die Sicherung der über 600.000 Kubikmeter Abfall vor Ort und ihr Verbleib auf dem Gelände – lehnen wir jedoch ab. Das ist zwar kurzfristig die billigste, aber keine nachhaltige Lösung.“ (mehr …)

Bernau: Grüne sammeln Unterschriften für Europäische Bürgerinitiative

Pressemitteilung 2/17

Im Rahmen eines europaweiten Aktionstages der Europäischen Bürgerinitiative für ein Verbot von Glyphosat sammeln die Niederbarnimer Bündnisgrünen am Samstag (13. Mai) auf dem Bahnhofsvorplatz in Bernau Unterschriften für ein Verbot dieses gefährlichen Pflanzenschutzmittels.

Von 10 bis 14 Uhr sind die Bernauerinnen und Bernauer und natürlich auch alle anderen Bahnhofsnutzer und Gäste eingeladen, ihre Unterschrift für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) zu leisten. Mit der Aktion in ganz Europa sollen die noch fehlenden ca. 300.000 Unterschriften für eine erfolgreiche Bürgerinitiative gesammelt werden. 700.000 Europäer haben bereits unterschrieben.

Schon im Sommer will die EU über die Zukunft des weltweit meistverkauften Pestizids entscheiden. Obwohl das Ackergift wahrscheinlich Krebs verursacht, droht eine Wiederzulassung. Der Beschluss kommt mehrere Monate früher als angekündigt – und zwar bevor die Europäische Bürgerinitiative (EBI) für ein Glyphosat-Verbot zu Ende geht. Darum gilt es jetzt, schnell zu sein, um noch möglichst viele Unterstützer zu gewinnen und die EBI zum Erfolg zu führen.

Thomas Dyhr
Sprecher des Kreisverbandes

Was Recht ist, muss Recht bleiben – Bernauer Satzung vor der Kommunalaufsicht angegriffen

In der Bernauer Ausgabe der Märkischen Oderzeitung vom 12.04.2017 wurde über den Einspruch der Fraktion Bündnis90-Grüne/ Piraten in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung bei der Barnimer Kommunalaufsicht gegen eine am 06.04.2017 beschlossene Bürgerbeteiligungssatzung berichtet. Dass es einen Einspruch geben werde, haben wir Stadtverordneten bereits in der Sitzung der SVV angekündigt.

Ja – die beschlossene Satzung mag bei Betroffenen durchaus populär sein. Wir vertreten aber die Auffassung, dass diese Satzung ganz klar gegen geltendes Recht verstößt, weil sich die SVV als Satzungsgeber einen Regelungsrahmen anmaßte, den sie nicht hat.
Kommunale Satzungen sind Rechtsetzungsakte, die sich konfliktfrei in das bestehende Gefüge an landes- und bundesrechtlichen Vorschriften einzufügen haben. In § 3 der Brandenburgischen Kommunalverfassung ist geregelt, dass Gemeinden ihre Angelegenheiten durch Satzung regeln können, soweit die Gesetze nichts anderes bestimmen.

Da der Straßenbau – und nur um den geht es in der Beschwerde – im Brandenburgischen Straßengesetz abschließend geregelt ist und das Gesetz in § 10 den Straßenbau als hoheitliche Aufgabe der Verwaltungsmitarbeiter definiert, ist für eine wie auch immer gelagerte kommunale Regelung kein Raum. Und schon gar nicht ist Raum für eine Bürgerentscheidung, da dies auf eine gesetzlich unzulässige Privatisierung hoheitlicher Aufgaben hinausliefe. (mehr …)

Wir freuen uns über den ersten Teilerfolg der Beharrlichkeit

Jahrelang wurde um den Erhalt der Dörfer Kerkwitz, Grabko und Atterwasch gekämpft. An dem Kampf hat sich auch der Kreisverband Barnim durch eine schon zur Tradition erwachsene Teilnahme an den regelmäßigen Sternmärschen jeweils zu Jahresbeginn beteiligt – zuletzt Anfang dieses Jahres. Heute wurde offiziell verkündet, dass die Dörfer nicht abgebaggert werden, weil der VATTENFALL-Nachfolger, die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag), die beiden neuen Tagebaufelder Jänschwalde-Nord und Nochten II aufgibt.Damit ist das Thema Abbaggerung der Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz abgehakt. Die Leute haben endlich Ruhe – gewachsene dörfliche Strukturen bleiben erhalten. Die Dorfbewohner haben einen Grund ausgelassen zu feiern, weil sie für die Zukunft planen können. Das ist ein großer Teilerfolg, über den man sich freuen darf. Wir beglückwünschen die Bürger der betroffenen Dörfer zu ihrem Erfolg, den sie mit Beharrlichkeit erstritten.

Gleichwohl ist das nur ein Teilerfolg, weil das Dorf Mühlrose nach wie vor abgebaggert werden soll. Und auch das Thema Welzow Süd ist noch nicht vom Tisch. Der Kampf geht also weiter – nur an anderer Stelle. Wir Barnimer Grünen bleiben dabei!

Der gemeinsame Kampf um den Bernauer Rathausneubau hat sich gelohnt

Bei einer Wahlbeteiligung von 37,82% stimmten 39,53% mit JA und 60,47 % mit NEIN. Damit ist der mit einer beispiellosen Materialschlacht begleitete Versuch von BVB/ Freie Wähler gescheitert, den Bau des dringend erforderlichen Verwaltungsneubaus im Zentrum der Stadt Bernau zu verhindern.

Bündnis90/ Grüne, LINKE, SPD und Bündnis für Bernau setzten der mit einem geradezu unglaublichen Material- und Finanzeinsatz vorgetragenen Desinformation der Freien Wähler seriöse Information und eine in ihrer Größenordnung im Vergleich absolut maßvolle Kampagne entgegen.

Dieses mit viel persönlichem Einsatz aller Beteiligten verbundene Engagement hat offenbar bei den Wählern ihre beabsichtigte Wirkung erzielt. Die Bernauerinnen und Bernauer haben sich nicht täuschen lassen und für das zukunftsorientierte Projekt gestimmt, für das es im Übrigen auch keine sachlich begründbare Alternative gibt.

Das ist ein Grund zur Freude. Der Freude wurde am Abend im Büro der LINKEN bei einer parteiübergreifenden Wahlparty Ausdruck verliehen.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern, Unterstützerinnen und Unterstützern für ihren Einsatz. Besonderer Dank gilt dabei auch der Fraktionsgeschäftsführerin der LINKEN für ihren Einsatz. Margot Ziemann hat die Koordination der miteinander gut abgestimmten Kampagnen der verschiedenen Partnern überhaupt erst ermöglicht und damit auch einen erheblichen Anteil am Erfolg.

Das Presseecho:

RBB-Online,

Märkische Oderzeitung,